Bayreuther Festspiele 2009: Parsifal in der Inszenierung
Stefan Herheim
Eine Historien- und Kostümoper voller Symbolgehalt – fast schon zu viel für eine einzige Oper. Es trieft nur so vor Symbolik, dass ich mich frage, ob das alles ernst gemeint ist.
Parsifal, bei Richard Wagner ein „reiner Tor“ auf der Suche nach dem „Heiligen Gral“, dem Befreiungstraum der Menschheitsgeschichte, muss allerhand Abenteuer durchstehen, bevor er sich und andere erlösen kann (von wem oder was auch immer). Schon Christoph Schlingensief wusste damit nicht viel anzufangen und machte eine eigene Geschichte daraus,
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Die Oper mit den Dehnungsfugen.

Es folgt noch ein Bericht über die Regie von Stefan Herheim – dem Meister des Edelkitsches:
– Bayreuth 2009
Weiter folgt ein Bericht über die Musikalische Leistung der Sänger und des Bayreuther Festspielorchesters unter dem emotionalen Dirigat von Daniele Gatti.
Der “Parsifal” in Bayreuth musste in den letzten Jahren einiges aushalten.
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Einzigartige Kostüme von Gesine Völlm – imponierendes Bühnenbild von Heike Scheele im „Parsifal“ der Bayreuther Festspiele 2009
Das Lichtdesign hat sich gegenüber dem Vorjahr schon verbessert, könnte aber gern noch ein paar Grad dezenter werden, wenn die knalligen Discofarben sich – besonders im ersten Akt – den zarten Kostümfarben anpassen.
Unschwer ist im ersten Akt das Bühnenbild von Heike Scheele als Villa Wahnfried zu erkennen, vom Park aus gesehen.
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Bühnenbild und Kostüme in den “Meistersinger von Nürnberg” 

Katharina Wagner polarisiert sogar bei den Kostümen. Die angepassten Lehrbuben erscheinen als Pimpfe und Jungmädels, während Stolzing als unangepasster Graffiti-Künstler auftreten darf.
Das Bühnenbild zeigt das Foyer des Hauses Wahnfried, Richard Wagners letzte Wohnstätte und Allerheiligstes der waschechten Wagnerianer.
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Urenkelin des Komponisten entstaubt die Nürnberg-Handwerksmeister-Sänger-Wettbewerb-Oper

Katharina Wagner, die Urenkelin von Richard Wagner, wuchs in der unmittelbaren Umgebung des Bayreuther Festspielhauses auf. In der Festspielzeit spielte sie mit den Kindern der Mitwirkenden, lief mit ihrem Vater bei seinen Kontrollgängen durchs Haus und stand mit ihren Eltern vor dem Portal, um die Premierengäste zu begrüssen. Den ganzen Beitrag lesen »
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Tristan und Isolde – direkt aus dem Festspielhaus auf die Riesenleinwand.

Sehr gut organisiert. 30.000 Zuschauer fasst der Bayreuther Volksfestplatz, ohne dass sich jemand vorkommen muss wie eine Sardine in der Büchse. Opern-Sympathisanten besetzen die aufgebauten Stuhlreihen vor der neunzig Quadratmeter grossen Riesenleinwand. Hinten und an den Seiten bleibt genug Platz zum Aufstellen mitgebrachter Liegestühle samt Picknickkörben und Klapptischchen. >> Den ganzen Beitrag lesen »
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Direkt-Übertragung der Oper Tristan und Isolde, in der Inszenierung von Christoph Marthaler, aus dem Bayreuther Festspielhaus.
In vollen Zügen geniessen 30.000 Zuschauer den stimmigen Klang des Festspielorchesters unter der Leitung von Peter Schneider und die wohlklingenden Stimmen vonRobert Dean Smith, Robert Holl, Irene Theorin, Jukka Rasilainen, Ralf Lukas, Michelle Breedt, Clemens Bieber und Martin Snell.
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Dorle Knapp-Klatsch, Elke Wilkenstein und Gesine Bodenteich verfassen über erlebte Aufführungen eine Rückschau aus ihrer Sicht. Nicht immer muss ein Opernbesuch mit einer Galavorstellung im Staatstheater verbunden sein. Die drei Berichterstatterinnen sahen und hörten schon Aufführungen…
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Tristan und Isolde 2009 für reine „Ohrenmenschen“

Der Lichtdesigner scheint ein Energiesparer zu sein. Die Bühne schummert die meiste Zeit im Neonröhrenlicht vor sich hin. Selten stehen die Sänger in vollem Scheinwerferlicht.
Das ist schlecht für die Augen, aber gut für die Umwelt und den Sekundenschlaf. Es macht sich an den plötzlich hochschreckenden Köpfen quer durch die Reihen bemerkbar.
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